Interview: Iva Schell zur Maximilian-Schell-Ausstellung im Deutschen Filmmuseum

Feierlich wird im Deutschen Filmmuseum in Frankfurt am Main am Abend des 09. Dezembers 2019 die Maximilian-Schell-Ausstellung eröffnet. 

(v.l.) DFF Direktorin Ellen Harrington, Hans-Peter Reichmann (Leiter der Abteilung Sammlung und Nachlässe), Kulturdezernentin Dr. Ina Hartwig und Iva Schell (Witwe von Maximilian Schell)
(v.l.) DFF Direktorin Ellen Harrington, Hans-Peter Reichmann (Leiter der Abteilung Sammlung und Nachlässe), Kulturdezernentin Dr. Ina Hartwig und Iva Schell (Witwe von Maximilian Schell)

Wie vielfältig der Schauspieler, Drehbuchautor, Regisseur, sowie Künstler und Musiker Maximilian Schell war, wird im Laufe des Abends deutlich. 

Kulturdezernentin Dr. Ina Hartwig hebt sein politisches, rebellisches Handeln und seinen Gerechtigkeitssinn hervor. Sie spricht über Schells Immigration in die Schweiz im Alter von 8 Jahren: die Vertreibung, die Heimatlosigkeit und die Armut. Das vielfältige Werk von Maximilian Schell, das sich nun im Besitz des Deutschen Filmmuseums befindet, sei ein „riesengroßer Gewinn für Frankfurt“.

Auch für Iva Schell ist die Ehre groß. Mit gebrochener Stimme beginnt sie von den ersten Treffen mit Maximilian Schell zu erzählen. Gerade 29 Jahre war sie da alt: Viele Dinge, die nun ausgestellt werden kennt sie nur von Erzählungen. Natürlich sind ihre Lieblingsstücke die Privaten: welche dies sind, beschreibt Iva Schell im Interview.

hFMA Netzreporter-Interview mit Iva Schell bei der Eröffnung der Ausstellungs zu Maximilian Schell

Hans-Peter Reichmann (Leiter der Abteilung Sammlung und Nachlässe des DFFs) besuchte Maximilian und Iva Schell zwischen 2005 und 2013 viele Male auf der Alm. Über vieles haben sie sich unterhalten. Über die Ausstellungsplanungen der Maria-Schell-Ausstellung im Deutschen Filmmuseum. Aber auch über die tollen Schwammerln und Walderdbeeren dort oben. Ein besonderer Lacher beim Publikum ist die Anekdote, wie Schell zur Ausstellungseröffnung damals nach Frankfurt kam und als „verbale Reviermarkierung“ mehrmals ausrief: Ich hasse Frankfurt! (Dies sollte sich aber nicht auf das Deutsche Filmmuseum beziehen: Wenn man auf einer Alm lebt, so kann man der Luft in Frankfurt durchaus skeptisch gegenüber stehen …)

Als Maximilian Schell verstarb, standen die Ausstellungsmacher nicht nur alleine in seinem „Depot“ (eine kalte und zugige Scheune) auf der Alm, sondern auch vor einer sehr großen Herausforderung. Sieben Monate wurde das Material allein gesichtet und sortiert. Es entstand ein gut strukturiertes Ausstellungskonzept, mit einem vielfältigen Kaleidoskop von Arbeiten, die den Menschen Schell immer im Spannungsfeld seines Schaffens zeigt. Der Begleitkatalog, den es dazu käuflich zu erwerben gibt, ist ein „Viertelpfünder“ geworden, witzelt Reichmann. Das zeigt die Schwergewichtigkeit dieses Mannes in der internationalen Filmlandschaft. Maximilian Schell wäre sehr zufrieden mit dieser Ausstellung gewesen, so ist sich Iva Schell sicher.

Dankesrede von Maximilian Schell bei der Überreichung des Oscars 1962
Dankesrede von Maximilian Schell bei der Überreichung des Oscars 1962
Das hFMA Netzreporter-Team mit Prof. Rüdiger Pichler (links außen) und Iva Schell (mitte) 
vor dem Oscar (Bester Hauptdarsteller) in der Maximilian Schell-Ausstellung 
im Deutschen Filmmuseum Frankfurt am Main
Das hFMA Netzreporter-Team mit Prof. Rüdiger Pichler (links außen) und Iva Schell (mitte)
vor dem Oscar (Bester Hauptdarsteller) in der Maximilian Schell-Ausstellung
im Deutschen Filmmuseum Frankfurt am Main

Die Ausstellung Maximilian Schell im Deutschen Filmmuseum in Frankfurt am Main geht noch bis zum 19. April 2020.
https://www.dff.film/ausstellung/maximilian-schell/

Über hFMA NETZREPORTER

hFMA NETZREPORTER (nr) ist ein journalistisches Format der Hessischen Film- und Medienakademie (hFMA) mit Reportagen, Interviews, Dokumentationen und freien Film- und Medienbeiträgen von Festivals, Kongressen, Wettbewerben, Preisverleihungen u.v.a. nr-Beiträge unter: www.hfmanetzreporter.wordpress.com, www.youtube.com/hfmakademie, www.hfmakademie.de Verantwortlich: Prof. Rüdiger Pichler c/o Hochschule RheinMain Die Hessische Film- und Medienakademie (hFMA) ist ein Zusammenschluss von 13 hessischen Universitäten, Fachhochschulen und Kunsthochschulen. Kontakt: Anja Henningsmeyer Geschäftsführerin Hessische Film- und Medienakademie (hFMA) Tel: +49 (0)69 83046040 Adresse: hessische Film- und Medienakademie (hFMA), Ostpol, Hermann-Steinhäuser-Str. 43-47, 63065 Offenbach am Main www.hfmakademie.de
Dieser Beitrag wurde unter Interviews, Promis, Unsortiert abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s